Was ist dies?

Seit langem ist es der Wunsch vieler, eigene Phantasiewelten zu Papier zu bringen um so diese besser geniessen oder anderen zeigen zu können. Bis vor wenigen Jahren war man da auf die eigenen Zeichenkünste angewiesen, was u.a. den Maler zum Maler machte. Es ist jedoch klar, dass dies nur wenigen vergönnt ist. Dank der modernen Rechengeräte (Computer) ist dies nun etwas einfacher geworden. Man braucht der "Hexenmaschine" "nur noch" mitzuteilen, wo sich im imaginären Raum die gewünschten Gegenstände zu befinden haben und wie diese beschaffen sein sollen. Als letztes bestimmt man noch die Lichtquelle(n) sowie den Beobachtungspunkt und beauftragt den Rechenknecht mit seiner Arbeit zu beginnen. Normalerweise müsste nun also der Computer fast unendlich viele Lichtstrahlen und deren Verlauf bestimmen respektive berechnen. Von diesen Lichtstrahlen treffen jedoch schlussendlich nur sehr wenige auf die virtuelle Netzhaut (Computer-Monitor), was bedeutet, dass fast alle Arbeit für die Katz' ist. Dem Computer ist dies egal, der Mensch zahlte dafür jedoch mit einem viel zu grossen Zeitaufwand. Das geniale und einfach Prinzip, dieses Problem zu lösen, heisst:

Lichtstrahl-(Rück)-Verfolgung oder eben Raytracing.

Das bedeutet, dass nur diejenigen Lichtstrahlen berücksichtigt werden, die den Monitor treffen, wobei man gar nicht wissen will, welche dies sind und welche nicht. Wie kann man nun das Spreu vom Weizen trennen? Man geht rückwärts und nimmt das Ziel (Monitor) als Ausgangspunkt und berechnet den Weg zurück zum Anfang. Durch diese Methode werden keine unnützen Lichtstrahlen berechnet. Die Anzahl der zu berechnenden Lichtstrahlen richtet sich also nur nach der gewünschten Bildgrösse. So sind aber bei einem Bild von 800x600 Pixel immer noch 480'000 Strahlen zu verwalten (samt Brechung, Reflexion etc.)